12 Oktober 2023

Zweiklassengesellschaft

Auf der Suche nach einem Surfcamp verirren wir uns in eine Gegend, in die sich Touris wohl eher selten verlaufen.
Wellblechhütten, Müll, unzählige Straßenhunde und seltsame Gestalten.
Eine Halbinsel, die wir per Fähre erreichen. Wunderschöner einsamer Strand, Palmen und zusammengeschusterte Hüttchen.
In unseren Breitengraden wäre solch ein Ort fraglos mit Hotels zugepflastert.

Senior Juran spricht uns an und bietet uns ein schattiges Plätzchen an.
Auch eine Unterkunft für die Nacht zeigt er uns. Direkt am Strand. Traumhaft.
In der Wellblechhütte sind es 48 Grad.
Juran köpft uns ein paar Kokusnüsse.
Wir gehen baden und man erwischt uns bei einer Musestunde.

Hier ist es herrlich. Juran und seine Frau sehr herzlich. Wir bekommen seltgemachte Limonenlimonade.
Schweren Herzens und ein bisschen befangen verlassen wir Juran irgendwann wieder.

Auf dem Rückweg sind wir etwas perplex ob der vermeintlichen Armut an diesem paradiesischen Ort. Alle grüßen und sind sehr nett.

Als wir den Vermieter unserer Unterkunft später auf diesen Ort ansprechen, rümpft er nur die Nase.

1 Kommentar:

  1. Arm an materiellen Dingen aber vielleicht reich an nicht materiellen...

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